Hormonabhängiger Brustkrebs

Aus piixemto Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Was ist Hormonabhängiger Brustkrebs? Definition:

Hormonabhängiger Brustkrebs ist die häufigste Form von Brustkrebs, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sich auf den Krebszellen Rezeptoren für die weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron befinden, die das Wachstum der Krebszellen anregen.

Auch oft gesucht: Hormonsensitiver Brustkrebs


Bei den meisten Patienten mit Brustkrebs wächst der Tumor in Abhängigkeit von Hormonen, weshalb auch von hormonabhängigem oder hormonsensitivem Brustkrebs die Rede ist.

Behandlung

Was ist hormonabhängiger Brustkrebs?



Patienten mit hormonabhängigem Brustkrebs erhalten in der Regel nach der Operation zur Entfernung des Tumors eine Antihormontherapie, mit der das Risiko für einen Rückfall der Erkrankung reduziert wird. Eine Antihormontherapie wird üblicherweise 5 bis 10 Jahre lang verabreicht.

Ernährung und Rückfallrisiko

Studien zeigen, dass das Rückfallrisiko bei Brustkrebspatienten durch eine gesunde, hochwertige und fettarme Ernährung reduziert werden kann.

Soja

Der Verzehr von Soja ist nicht gänzlich unumstritten. Ob Soja für Brustkrebspatientinnen hilfreich oder eher schädlich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Soja, welches über die Nahrung aufgenommen wird, z. B. in Form von Tofu oder Sojamilch, scheint das Risiko für Brustkrebs senken zu können. Allerdings zeigen Studien auch, dass bestimmte Inhaltsstoffe von Soja, die Formononetine, das Brustkrebsrisiko erhöhen könnten. Das Deutsche Krebsforschungszentrum beschreibt einen moderaten Verzehr von Sojaprodukten (1–2 Portionen sojahaltige Nahrungsmittel pro Tag mit einem Isoflavongehalt von ca. 25–50 mg; eine Portion entspricht etwa 100 g Tofu oder 250 ml Sojamilch) für Brustkrebspatienten und Brustkrebsüberlebende als unbedenklich.

Im Vergleich zu Sojaprodukten, die über die Nahrung zugeführt werden, werden deutlich höhere Mengen an Isoflavonen mit hochdosierten Sojasupplementen aufgenommen. Hochdosierte Sojasupplemente werden z. B. angeboten, um eine Hormontherapie nach den Wechseljahren zu ersetzen. Studien zu diesen hochdosierten Präparaten zeigen, dass diese das Risiko für Brustkrebs erhöhen könnten. Dabei existieren vermutlich auch Unterschiede, je nachdem ob der Brustkrebs hormonabhängig ist oder nicht. Hochdosierte Präparate sollten deshalb besser nicht und wenn doch, dann nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Nebenwirkungen der Antihormontherapie



Alkohol

Studien zeigen einen risikoerhöhenden Effekt von Alkohol bei Brustkrebs. Außerdem zeigte sich, dass Alkohol häufiger zu einem Rückfall der Krebserkrankung führte.


Literatur

  • Diagnostik und Therapie früher und fortgeschrittener Mammakarzinome. Empfehlungen der AGO Kommission Mamma. W. Zuckschwerdt Verlag GmbH München, 2019
  • Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms. Version 4.0, Dezember 2017